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Innovative Kältetechnologie auf Basis natürlicher Kältemittel erfolgreich am Markt etabliert

Zum Schutz und Erhalt der Umwelt durch Reduzierung des Treibhauseffektes und der daraus resultierenden Suche nach halogenfreien Alternativen für Kältemittel im Gefriertrocknungsprozess wurde bereits im Jahre 2005 eine Kooperation mit einem namhaften Pharmaunternehmen eingegangen. Eine innovative Technologie auf Basis natürlicher Kältemittel wurde entwickelt und ist bereits seit einigen Jahren in mittlerweile über 60 Anlagen bei unseren Kunden erfolgreich umgesetzt.

Die einsetzbaren Kältemittel unter Berücksichtigung der Faktoren ODP, GWP und TEWI wurden ermittelt. Ein natürliches Kältemittel kann die im Kondensator erforderlichen Temperaturen alleine nicht erreichen. Daher wird hier ein zweistufiges Kaskadensystem installiert, bei dem die mit einem größeren Leistungsspektrum versehenen halogenfreien Kältemittel R170 im Tieftemperatur- und R1270 im Hochtemperaturkreislauf verwendet wird. Das Treibhauspotential ist im Vergleich zu den Sicherheitskältemitteln z.B. R507A (GWP=3850, ODP=0; Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH, Kältemittel-Report, 16. Auflage, S.36.) deutlich reduziert.

Zusätzlich zu dem Kälteträgerkreis der Kammer wird ein Kälteträgerkreislauf für den Kondensator im modularen Aufbau installiert. Hierdurch kann eine räumliche Trennung der Gefriertrocknungsanlage und der Kälteanlage mit Kohlenwasserstoffen erfolgen. Infolgedessen müssen Vakuumpumpen, Messeinheiten u.a. nicht nach ATEX (Explosionsschutz) Anforderungen ausgeführt werden. Die Kälteanlagen werden in Containments separat eingehaust und mit dem entsprechenden Sicherheitskonzept nach ATEX Zone 2 ausgerüstet.

Aus Prozesssicherheitsgründen kann ein redundanter Aufbau mit verbesserter Leistungsfähigkeit die erforderliche Kälteleistung erbringen.

Die zukunftsweisende Kältetechnologie ist für neue Gefriertrocknungsanlagen als auch zur Umrüstung von Bestandsanlagen einsetzbar.

Die Vorteile im Überblick:

1. Die eingehausten Kälteanlagen können räumlich flexibel im Innen- und Außenbereich aufgestellt werden.

2. Die ATEX Anforderungen gelten nur innerhalb der eingehausten Kälteanlagen.

3. Gefriertrocknungsanlagen mit mehreren Kälteanlagen sichern den Prozess. Bei dem Ausfall einer Kälteanlage ist die zweite Kälteanlage ausreichend um das Produkt zu sichern.

"Durch den etablierten Einsatz natürlicher Kältemittel in den vergangenen Jahren sehen wir den Anforderungen der Zukunft positiv entgegen und können bereits heute neue Konzepte voranbringen."

Holger Prinz -  Head of Service